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Überpünktlich bzw. pünktlich trudelten alle 9 Teilnehmer zum Musiktherapieabend (Dauer etwa 3 Stunden) ein, so dass wir alle zusammen mit Fr. Lust, Musiktherapeutin der Universitäts Kinder u. Jugend Psychiatrie Würzburg, um 17 Uhr anfangen konnten.
Die Kinder u. Jugend Psychiatrie stellte dazu ihre Therapieräume zur Verfügung.
Mit einer kurzen Vorstellungsrunde ging es los, wobei Fr. Lust bei dieser Gelegenheit auch ihr Konzept für diesen Musiktherapieabend darlegte: Hauptsächliche Beschäftigung mit RYTHMUS und KLANG, Ziele: im Takt sein können mit Bewegung, sich mithilfe von Rhythmus und Klang sich ausdrücken können, nonverbal kommunizieren (dabei zuhören!), dem Klang auf assoziierende Weise lauschen, das Ganze spielerisch zulassen, entspannt sich den Klängen hingeben, verbunden mit dem Hinweis, dass es kein Falsch im Umgang mit Rythmik und Klang gibt.
Bei der weiteren Vorstellungsrunde innerhalb der SHG, wurde es ganz deutlich, dass die meisten hier zwar gerne Musik hörten oder hören möchten, es aber seit CI nicht bzw schlecht möglich ist.
Endlich dann die Praxis: Im Takt sein können mit Bewegung, mithilfe von Schlag-Trommeln (jeder hatte eine Schlagtrommel), gemeinsam , für sich, mit Vorspielen, mit verschiedenen Rythmik-Codes die reihum gingen, zum Schritt (Bewegung) trommeln (langsam, schnell, leichtfüßig, schwer, leise, laut, stotternd, hüpfend usw). In dieser Art erwärmt und fröhlich, gelockert begaben wir uns mit Frau Lust zum nächsten Thema: „RYTHMIK und KONTAKT“
Hier ging es darum mit verschiedensten Trommeln und Xylophonen (große und kleine Schlitztrommeln, Conga, Bongo, Bassxylophon und Altxylophon usw.) verschiedenste Klangrythmen zu hören, zu spüren und am Ende dann auch zu spielen (bzw. zu antworten = nonverbale Kommunikation).
Andere Instrumente kamen jetzt hinzu (Instrumente mit Tonleiter wie: Leier, Daumenklaviere, usw, aber auch lateinamerikanische Perkussionsinstrumente, Glockenspiele, Klangschalen, Rührtrommel usw). Fr. Lust lässt uns alle möglichen Klänge erhören und erspüren. Gemeinsam fanden wir heraus, dass Klänge auch Symbole sein können. Man kann mit bestimmten Klängen bestimmte Gefühle ausdrücken wie: zärtlich, dunkel, hell, kraftvoll, traurig, schwer, leicht, gelassen usw.
Jetzt breitet Frau Lust eine sehr große Decke aus, als Symbol für eine Wiese. Wir alle sitzen um die Wiese herum und bestaunen die vielen Blumen (Musikinstrumente), betrachten manche Blumen genauer (probieren aus). Jeweils 3 (bzw.4) Teilnehmer suchen sich ihre liebste Blume aus. Die erste „Blume“ spielt was vor (ganz frei und intuitiv), die anderen 2 „Blumen“ steigen dann mit ein und bilden einen „Blumenstrauß“ (Klangbild). Alle zusammen schließen die Augen, hören, spüren und achten darauf welche Bilder zu diesem oder zu den noch 2 folgenden „Blumensträussen“ kommen. Es sind viele schöne Bilder, die kommen: z.B: sphärische Klänge aus dem Weltall, Dominanz bei manchen Teilnehmern, leicht und luftig, friedlich und harmonisch usw?
Am Ende trennten wir uns mit einer sehr klaren, friedlichen und irgendwie bereinigten Stimmung. Schööön war’s! Vielen, vielen Dank Frau Lust. In unserer SHG ging dann gleich der Wunsch um, dass so ein wunderbarer Abend wiederholt werden sollte. Wird schon klappen!
Stefan Theilhacker