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BayCIV > BayCIV aktiv > Archiv > Symposium Ingolstadt September 2008

Schule - Studium - Arbeitswelt

Ute Jung

Über ihre Erfahrungen in Ausbildung, Studium und Berufsleben berichteten am 27.09.2008 Ute Jung, Anna Stangl, Markus Bohner und Petra Nedler. Strategien und Hilfen, die Probleme der Hörschädigung zu bewältigen, waren das Thema, das Dr. Pietsch und Irene Mende-Bauer vorrangig behandelten. Dr. Steffens sprach über die bilaterale CI-Versorgung aus audiologischer Sicht.

Die Notwendigkeit des Einsatzes technischer Hilfsmittel in der Schule begründete Ute Jung, Hörgeschädigten-pädagogin und selbst CI-Trägerin, in eindrucksvoller Weise. Welche Schwierigkeiten Störlärm in der Schule macht, konnte jeder Betroffene bestätigen. Zudem schilderten drei hörende Teilnehmer, die dem Vortrag mit Schallschutz-Kopfhörern folgten und so in eine dem Hörgeschädigten ähnliche Situation versetzt wurden, wie anstrengend und ermüdend es ist, einem Referat zu folgen.

Bilaterale CI-Versorgung aus audiologischer Sicht beleuchtete Dr. Thomas Steffens von der Universitätsklinik Regensburg. Studium und Hörbehinderung. Anna Stangl, CI-Trägerin, beschreibt, wie sie mit der Situation im Studium an der LMU München umgeht.

Jugendliche Hörbehinderte im Arbeitsleben. Markus Bohner, CI-Träger, 22 Jahre, machte eine Ausbildung in einem metallverarbeitenden Betrieb. Er sprach sehr positiv über die Situation in seiner Firma. Kollegen und Vorgesetzte wissen mit dem Problem der Hörschädigung umzugehen und respektieren ihn und seine Arbeit.

Alle Vorträge waren durch die Gebärdendolmetscherin, Frau Wangemann, sowie die Schriftdolmetscherin, Frau Gollnik, für alle verständlich. Franz Hermann moderierte die Veranstaltung und hinterfragte die Beiträge, was zu einer angeregten Diskussion führte.

Kommunikationsstrategien für Studium und Beruf erläuterte Irene Mende-Bauer. "Arzt mit CI - geht denn das?" fragte Dr. Markus Pietsch, CI-Träger, in die Runde und erzählte über Schwierigkeiten seines Medizinstudiums und innovative Ansätze, diese Schwierigkeiten zu überwinden.

Die ganz Kleinen wurden während der Vorträge von Betreuerinnen des Caritas-Centrums St. Vinzenz in Ingolstadt liebevoll betreut.

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