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Auf die einzelnen Fragen ging unsere Leiterin Antje Geiger während einer sehr anschaulichen Einführung in die Anatomie des menschlichen Stimmorgans ein. Die ganzen Erläuterungen zu den Wie, Wo, Was und Warum brachten viele interessante Aha-Effekte mit sich (z.B. was beim Flüstern oder angestrengtem Sprechen mit den Stimmbändern passiert und warum dies schädlich ist; wo die „gesunden“ Grenzen von leisem und lautem Sprechen liegen und wie wir das – mit unserer Hörbehinderung – wahrnehmen und kontrollieren können, usw. ...).
Damit es nicht nur beim Theoretischen blieb, setzten wir uns sowie unsere Stimmbändern bald in Bewegung: Wir balancierten „barfuß“ in Gänsemarsch auf meterlangen 2-Euro-dicken Seilen, die Antje auf dem Boden quer durch den Raum auslegte, und flatterten zugleich munter mit unseren Lippen oder machten Summlaute. Gar nicht so einfach und doch wichtig, bei körperlicher Tätigkeit bzw. Konzentration die Stimme trotzdem gleichmäßig und entspannt einzusetzen – noch besser: „fließen“ zu lassen.
Auch dienten die den ganzen Tag lang immer wieder betasteten Seile als „Stimulanz“ für unsere Füße. Nachdem Antje uns über den Zusammenhang zwischen den sog. Längs- und Quermuskulaturen der Fußsohlen und der gesamten Körperhaltung, welche sich wiederum auf die Zwerchfell- sowie Stimmmuskulatur auswirkt, aufgeklärt hatte, „kneteten“ alle motiviert die eigenen Fußsohlen mit den Seilen durch (dabei ließ sich kaum jemand davon abhalten, bis zur Schmerzgrenze zu gehen...).
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Mindestens ebenso viel Spaß und Eifer war bei den anderen Übungen dabei, in denen es u.a. um Kooperation bzw. Assoziation rhythmischer Körper-/Muskelbewegungen (z.B. Armschwingen, Bogenspannen, Ellenbogenstoßen, Schraube-Drehen, „Schwanz einziehen/ -rausstrecken“...) mit bestimmtem Stimmeneinsatz geht, um diesen „reflektorisch“ werden zu lassen. Sicherlich klingt in vielen Ohren der Teilnehmer/innen heute noch die Wwwww’s, Ja-ja-ja-ja’s, Ffffffffff’s, Oooooouuuuuuu’s oder sogar Goethes Gedicht „Gefunden“ nach... :-)
Nicht einmal bei den Kaffee- und Teepausen zwischendurch fanden unsere Stimmmuskeln ihre Ruhe. Immerhin konnten wir unser Energiereservoir dabei mit ganz leckeren, selbstgebackenen Kuchen sowie einem guten italienischen Mittagessen immer wieder schön auffüllen und so uns weiterhin aufnahme- und einsatzbereit halten. Tatsächlich konnten wir von dem lehrreichen und zugleich lustigen Seminartag viel mitnehmen (sonst wäre mir jetzt nach 6 Wochen das alles nicht hängen geblieben...).
An unsere liebe Antje nochmals ein ganz dickes, herzliches Dankeschön für die tolle, gelungene Leitung des Stimmseminars! Auch gilt Regine ein besonderer Dank für die super Organisation!