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Bericht über das Zukunfts-Symposium „Hear the Future“ der Euro CIU vom 29. April 2011 in Innsbruck

29.05.2011 17:51 von Regine Zille

Teilnehmer am Euro CIU-Symposium
Teilnehmer beim Symposium "Hear the Future"

Am 29. April 2011 lud der CI-Verband Österreich im Namen der EURO-CIU in die Tiroler Landeshauptstadt ein.


Nach der Eröffnungsansprache von Herrn Hans Horak und einem Grußwort des Präsidenten der Euro CIU, Frankreich, Herr Dr. Gilles Cognat, führte Ao Univ. Prof. Dr. Georg M. Sprinzl, stellvertretender Direktor HNO der Universitätsklinik Innsbruck, in die Technik der minimal invasiven Cochlea Implantation ein. Mit dieser Methode reduziert sich die Dauer einer CI-Operation auf ca. 1,5 Stunden.


Univ. Prof. Dr. Wolf Dieter Baumgartner, Leiter Otologie & Implants der HNO Univ. Klinik Wien und Vorsitzender der CI-A ging in seinem Vortrag „Hearing Preservation“ auf die Methodik der CI-Versorgung und Restgehörerhaltung ein. Hier hat die Klinik eine mittlerweile 10 jährige Erfahrung und kann auf eine Erfolgsquote von 80% hinweisen, was bedeutet, dass 80% der Patienten nach 10 Jahren keine wesentliche Verschlechterung ihres Restgehöres hatten.


Dr. Veronika Starlinger von der HNO Univ. Klinik Wien referierte über die Stammzellenforschung für das Innenohr, ein möglicher Ansatz zur Regeneration von Haarzellen. Allerdings sind hier kurzfristig noch keine bahnbrechenden Erfolge zu erwarten.


Univ. Prof. Dr. K. Frei, Leiter des Hörgenetiklabors der Med. Univ. Wien, frischte die Grundkenntnisse des Auditoriums in Mendelscher Vererbungslehre mit den genetischen Grundlagen der Hörstörung auf. Durch die verschiedensten Ursachen, die eine Hörstörung verursachen können und deren unterschiedliche Vererbungsarten ist eine einfache Vorhersage nicht möglich.


Dr. Bernhard Laback, Leiter Psychoakustik des Institut für Schallforschung, ÖAW, schloss den Reigen der wissenschaftlichen Vorträge mit dem Thema „Räumliches Hören mit zukünftigen Cochlea Implantaten“. Durch die Koppelung der beiden CI’s und speziellen Algorithmen zur Signalverarbeitung sind hier gute Ergebnisse zu erwarten.


Nach der Mittagspause sprach Arnold Erdsieck über seine Erwartungen zur CI-Versorgung nach langjähriger Taubheit und Detlef Fischer, einseitig mit CI versorgt mit einem intakten zweiten Ohr, über seine Erfahrungen und Höreindrücke.


Katharina Strohmayer und Dorothea Novak referierten über Bildungsstandards in Österreich. Angelika Fenkert gab Informationen über Hörtraining für erwachsene CI-Träger an LZH Dornbirn.


Anton Egger Psychotherapeut und Leiter von VIVA – integratives Kindertheater, beleuchtete die psychologische Seite von integrativ beschulten Kindern in seinem Vortrag „Manchmal fühle ich, dass ich anders bin – Über Integration und Einsamkeit“.


Andreas Wachter und Michaela Velissaris sprachen über die „Förderung der psychosozialen Entwicklung nach einer CI-Operation.


Alexandra Lindner beendete den zweiten Teil der Vortragsreihe mit ihren Vortrag „Unerkannte Teilleistungsschwächen bei Kindern mit Hörbeinträchtigung – Möglichkeiten und Grenzen der Hilfestellung“.


Der Abend eröffnete mit einer Führung durch die Prunkräume der Innsbrucker Hofburg. Anschließend lud die Firma MED-EL zu einem Galadinner im Gotischen Keller der Hofburg ein.

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