BayCIV auf der FORSCHA im MOC München

von René Zille

17.11. - 19.11.2017

Der Bayerische Cochlea-Implantat-Verband e.V. erhielt auch dieses Jahr am Stand des Landratsamtes München die Möglichkeit die Besucher der Mitmachmesse „FORSCHA“ rund um das Thema Hören, Hörschädigung und Gebärdensprache zu informieren. An unserem Messestand konnten wir durch verschiedene Stationen sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene für die Thematik begeistern.

So interessierten sich viele Besucher für unser erstes Angebot: das Basteln eines Hörmemorys. Hier galt es Filmdosen paarweise mit unterschiedlich klingenden Materialien zu befüllen und dementsprechend mit gleichfarbigen Klebepunkten zu markieren. Anschließend war es die Aufgabe die richtigen Paare durch Schütteln der Dosen herauszuhören und zusammenzufinden. Interessant war es auch die Geräusche den jeweiligen Gegenständen zuzuordnen. Das gebastelte Hörmemory durften die Kinder in einem selbstbemalten Stoffbeutel mit nach Hause nehmen. Mit diesem Angebot konnte ihnen spielerisch die bewusste Wahrnehmung und Zuordnung von Geräuschen nähergebracht werden. Insbesondere durch die Möglichkeit das Spiel auch zu Hause zu spielen wird zudem der Gehörsinn sensibilisiert.

In einer weiteren Station lernten Kinder und Erwachsene in einem Gebärdenmemory, bestehend aus Gebärden- und Schriftbildern, einfache Gebärden aus den Wortfamilien Kleidung, Ernährung und Tiere. Auffallend war hierbei die Begeisterung, die die Besucher den einzelnen Gebärden und der Gebärdensprache entgegenbrachten. In diesem Zusammenhang konnten auch viele aufklärende Gespräche bezüglich einer Hörschädigung geführt werden.

Des Weiteren wurden die Besucher in einer Frage im Rätselheft des Landratsamtes München mit dem Fingeralphabet konfrontiert. Aufgabe war es anhand eines Plakates mit den einzelnen Buchstaben des Fingeralphabets und teilweise mit Hilfe unserer Betreuer den Satz „Pass auf deine Ohren auf“ zu entschlüsseln, der eine wichtige Botschaft an die Teilnehmer sendete und an die nötige Achtsamkeit erinnerte. In einem Malwettbewerb stellten die Kinder zudem ihre Kreativität unter Beweis und gewannen kleine Preise.

Durch ein von der TU München zur Verfügung gestelltes Audiosystem konnte Erwachsenen und Kindern das Thema Hören und technische Hörhilfen, wie zum Beispiel Hörgeräte oder das Cochlea Implantat näher gebracht werden. Mit diesem Programm wurden verschiedene Formen von Schwerhörigkeit, sowie das Hören mit Hörhilfen und das räumliche Hören simuliert.

Die Besucher wurden an unserem Stand über Kommunikationsformen bei einer Hörbehinderung, das Hören und Hörschädigungen allgemein und über technische Hörhilfen informiert. Das große Interesse an unserem Stand zeigt die Notwendigkeit über diese Thematiken zu informieren und aufzuklären. Als Anschauungsmaterial diente uns hierbei ein Ohrmodell. Von Bedeutung ist es auch mögliche Anlaufstellen für Betroffene und Angehörige aufzuzeigen. Besonders Interessierte hatten zusätzlich die Möglichkeit sich verschiedene Flyer rund um das Hören und die Hörschädigung mitzunehmen. Ebenso war es wichtig Lehrer, Kindergärtner und Erzieher über die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit einer Hörbehinderung zu informieren, damit Inklusion an Bildungseinrichtungen besser gelingen kann. Insgesamt wurden viele Erfahrungen und Informationen weitergegeben.

     

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