HörCamp im Altmühltal

von René Zille
Abendrunde mit Kennenlernspielen

Nach intensiven Vorbereitungen freuten wir uns, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen am 15. August 2019 endlich in Eichstätt begrüßen zu dürfen. 23 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 34 Jahren reisten mit großer Vorfreude aus nah und fern an. Trotz des leichten Regens waren wir so in die Gespräche vertieft, dass erst nach geraumer Zeit die Zimmer bezogen wurden. Glücklicherweise konnte schon kurz später beim Abendessen der Austausch mit neuen und alten Freunden fortgesetzt werden. Der erste offizielle Programmpunkt des HörCamps, einer Kooperationsveranstaltung des BayCIVs und HörEnswert, waren einige Kennenlernspiele sowie im Anschluss daran andere Spiele. Einige ließen den Abend bei einem Getränk im Speisesaal noch ausklingen.

Einweisung zur Floßfahrt auf der Altmühl

Am nächsten Morgen brachen wir schon recht früh auf – Zum Glück aber noch nicht nach Hause, sondern in den nahegelegenen Ort Pappenheim. Dort wurden wir von Erlebnispädagogen beim Floßbau angeleitet. Dafür standen zahlreiche Kanister, etliche Spanngurte sowie einige Bretter zur Verfügung. Bei dieser Aktion waren unsere kommunikativen Fähigkeiten genauso gefragt wie unsere handwerklichen Kompetenzen. Schließlich mussten wir uns in den Kleingruppen zunächst für eine Variante entscheiden und diese dann auch umsetzen. Nach etwa 2 Stunden waren unsere Flöße fertig und wir wollten wissen, ob uns diese auch tragen würden. Zuvor haben wir uns jedoch noch mit unseren Lunchpaketen gestärkt und von den Erlebnispädagogen eine Einweisung bzgl. Verhalten auf dem Wasser erhalten. Endlich konnten wir unsere Flöße zum Steg tragen und die ca. 1,5 stündige Bootstour konnte losgehen. Glücklicherweise kamen alle trocken am Ziel an. Nach dem Abbau der Flöße wanderten wir ca. 15 Minuten zurück zum Evangelischen Bildungszentrum und machten uns auf den Rückweg nach Eichstätt. Nach dem Abendessen rundeten wir den Tag noch mit einem Spaziergang zur Burg und einem Biergartenbesuch ab.

Für Samstag teilten wir die Anwesenden in zwei Gruppen auf. Zeitlich versetzt fanden ein geleiteter Erfahrungsaustausch und ein Aikido-Workshop statt. Beim Erfahrungsworkshop begleiteten wir das Strichmännchen „Paul“ auf seiner (Lebens-)Reise und gaben ihm Ratschläge, wie er schwierige (Hör-)Situationen meistern kann. So erreichten wir einen Austausch aller Teilnehmer und jeder konnte seine gesammelten (Lebens-)Erfahrungen und bewährte Strategien im Umgang mit seiner Hörschädigung an die anderen weitergeben und zugleich von dem Erfahrungsschatz anderer profitieren. Aikido wiederum ist eine japanische Kampfkunst. Angeleitet wurden wir von Peter und seiner Trainingspartnerin Jana. Nach einer kurzen theoretischen Einführung hatten wir die Gelegenheit einfache Griffe auszuprobieren und zu üben. An dieser Stelle möchten wir uns bei den beiden nochmals bedanken, dass sie sich Zeit genommen haben und uns Einblick in ihr Hobby gewährt haben. Trotz des wetterbedingt ausgefallenen Lagerfeuers hatten wir im Anschluss an die beiden Workshops und dem Abendessen noch einen gemütlichen letzten Abend, an dem Zeit für Spiele und Austausch blieb.

Abschluss am Kneipbecken

Nach drei Tagen, die wie im Flug vergangen sind, mussten wir am Sonntagmittag leider auch schon wieder Abschied von unseren Freunden nehmen. Doch zuvor haben wir in Form einer Stadtrallye noch die Studentenstadt Eichstätt genauer erkunden dürfen. Außerdem haben wir unsere Füße am Kneippbecken abgekühlt und dabei ein leckeres Eis geschlürft.

Besonders erfreut waren wir als Organisatoren, dass wir mit dem HörCamp sowohl bei den Mitgliedern beider Verbände als auch bei Neulingen Interesse geweckt haben. Das Feedback fiel insgesamt positiv aus, so dass wir uns um eine weitere Veranstaltung bemühen. Seid also gespannt, was wir uns einfallen lassen.

Unser herzlicher Dank geht an die Fördergemeinschaft und den Runden Tisch der Krankenkassen für die Förderung und Unterstützung dieser Veranstaltung.

Veronika Fischhaber

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