5 Jahre SHG Oberland

von Regine Zille
Selbsthilfe Oberland

Die CI-SHG „Bayerisches Oberland“ feiert heuer ihren 5. Geburtstag


Trotz des eher tristen Novembers haben die Mitglieder um Christl Vidal jeden Grund zur Freude, feiert die CI-Selbsthilfegruppe doch ihr 5-jähriges Bestehen. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, um einen kleinen Rückblick auf unsere bisherigen Treffen zu halten und allen Interessierten und Neugierigen einen kleinen Einblick in unseren Gruppenalltag zu gestatten.

Am 12. November 2005 haben wir uns zum ersten Mal getroffen in einem kleinen Kreis und gemeinsam den Entschluss gefasst, unsere Selbsthilfegruppe (SHG) „Bayerisches Oberland“ zu gründen, mit den Gründungsmitgliedern Frau Vidal, Frau Böhme, Frau Bonk, Frau und Herrn Kölbl sowie Frau Greisinger und Herr Mayr. Seitdem treffen wir uns viermal im Jahr und seit 2007 ist einer von diesen Terminen fest für einen gemeinsamen Ausflug reserviert.

In einer CI-SHG braucht es auch ein wenig Organisation im Ablauf. Zu Beginn unserer Treffen, in den Räumen des Hauses der Evangelischen Kirche in Weilheim, steht immer die „Vorstellungsrunde“. Denn es ist so, daß wir jedes Mal neue Gäste in unseren Reihen begrüßen dürfen —  und es redet sich besser miteinander, wenn man einige Basisinformationen von den anderen bekommt.

Nach der Einführungsrunde gehen wir über zu unseren „Tagespunkten“, besprechen die Ergebnisse, die sich jeweils aus den Fragen, Aufgaben, Wünschen der letzten Treffen ergaben. Bis 2008 hatten wir zur Gesprächsführung einen kleinen, knallig leuchtenden Ball als „Zepter“ für den Redner. Denn nur so konnte jeder sehen, wer gerade sprechen durfte und somit gewährleistet war, dass auch wirklich immer nur EINER sprechen konnte.

Seit November 2008 sind wir in der glücklichen Lage, eine Induktionsanlage unser Eigen zu nennen — jetzt darf der reden, der das Mikrofon in der Hand hält. Die Anlage haben wir aus Fördergeldern des Runden Tisches Oberland finanzieren können.

Nachdem wir unsere Aufgaben abgearbeitet haben, besprechen wir Neuerungen, die sich im letzten Quartal ergeben haben und die wichtig sind für Menschen mit CI, oder auch für die Barrierefreiheit der Behinderten im Allgemeinen. Eingeladene Fachreferenten erzählten über Neuentwicklungen in der CI-Technik, Mitglieder berichteten über ihre Erfahrungen in der persönlichen Vorbereitung auf eine CI-OP, über die Durchführung derselben und den anschließenden langen Weg der Rehabilitation.

Unsere Mitglieder waren so z. B. in den Reha Kliniken: „Am Stiftsberg“ (Bad Grönenbach), Bosenberg Klinik (St. Wendel) und Kaiserberg Klinik (Bad Nauheim), es konnten die eigenen Erfahrungen so direkt ausgetauscht werden und alle Anwesenden davon profitieren. Gerne geben wir unsere Erfahrungen an interessierte Menschen weiter.
Bei den Treffen lernten wir aber auch Entspannungsübungen mit Petra Nedler kennen und konnten zweimal ein Hörtaktikseminar mit Irene Mende-Bauer durchführen.

Selbsthilfe Oberland

Christl Vidal übernahm im Laufe der 5 Jahre Aufgaben im BayCIV, die durch unsere CI-SHG unterstützt wurden.
Beispielhaft zu nennen sei das Hörtraining in Augsburg, das seit der ersten Veranstaltung jetzt auch eine feste Größe im Verbandsleben ist. Oder auch das Symposium 2010 zum 5. CI-Tag im Hörsaal der Uniklinik MRI unter dem Motto: „Cochlea Implantat: Wir verschaffen uns Gehör!“

In unseren einmal jährlich organisierten Ausflügen hatten wir eine wunderbare Schifffahrt auf dem Starnberger See mit anschließender Wanderung, sowie auch auf dem Chiemsee zur Fraueninsel, wo wir mit einem Rundgang und schönen gemeinsamen Essen den Tag verbrachten. Nachdem 2009 unser Ausflug buchstäblich ins Wasser fiel, war der Ausflug 2010 etwas anderer Art. Denn diesmal besuchten wir die Werkstatt der S-Bahn München und bekamen einen Einblick hinter die Kulissen, alles was dazugehört, damit die S-Bahn so fährt, wie wir sie kennen. Anschließend haben wir bei einem Italiener mit einem Essen den Tag beschlossen.

Nun wieder „zurück“ zum Ablauf unser CI-SHG-Treffen. Damit auch der nächste Termin ein Erlebnis werden kann, ist wieder einiges zu planen und entsprechende Aufgaben sind zu verteilen. Zu allerletzt, damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, gibt es bei jedem Treffen selbstgebackenen Kuchen in reichlicher Auswahl mit einem guten Schluck frischen Kaffee.

5 Jahre gibt es uns nun schon; mit unserem Wissen und Erfahrungen haben wir uns als auch vielen neuen interessierten Menschen helfen können auf dem Weg zum „Leben mit einem CI“ und haben auf eine Verbesserung der Lebensqualität in der Gesellschaft hingewirkt.

Wir freuen uns auf weitere erfolgreiche und schöne Momente in den nächsten Jahren als CI-SHG „Bayerisches Oberland“.

Kerstin Rau

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